Aktuelle Medien aus der Personalwirtschaft

Für Ihre betriebliche Praxis in den Bereichen Arbeitszeitregelungen Personalorganisation, Personalverwaltung, Vergütungsregelungen mit den entsprechenden arbeitsrechtlichen Vorgaben.

Arbeitsleben: Mit 65 Jahren muss noch lang nicht Schluss sein

18.08.2015

Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung wurden bis April 2015 rund 300.000 Anträge auf die Rente mit 63 gestellt. Gleichzeitig wollen der Bundesregierung zufolge immer mehr Menschen über ihren Rentenbeginn hinaus arbeiten. Wer mit über 65 Jahren noch arbeiten will, muss die Einzelheiten mit dem Arbeitgeber klären.

Es gibt zwei Varianten, auch nach dem Erreichen des regulären Rentenalters weiterzuarbeiten, stellt die Bundesregierung heraus: Entweder wird der Rentenbeginn aufgeschoben, oder der Rentenantrag wird gestellt und das Beschäftigungsverhältnis als Rentner weitergeführt. Wer sich für die erste Möglichkeit entscheidet, erhöht seinen Rentenanspruch und erhält anschließend mehr Rente. Bei der zweiten erhält der Arbeitnehmer ein Einkommen, das sich aus Rente und Gehalt zusammensetzt.

Vor Rentenbeginn mit Arbeitgeber Vereinbarung treffen

So oder so muss der Arbeitgeber aber damit einverstanden sein. Eine Einigung mit ihm wurde im Juli 2014 vom Gesetzgeber vereinfacht: Konnte zuvor nur unbefristet über das gesetzliche Rentenalter hinaus weitergearbeitet werden, kann das Beschäftigungsverhältnis seitdem auch befristet angelegt sein. Die Weiterarbeit kann mehrfach verlängert werden, eine entsprechende Vereinbarung ist aber vor dem Rentenbeginn zu treffen.

Weiterarbeit besser mit oder ohne Rentenantrag?

Welche der beiden Varianten lohnenswerter ist, ist laut Bundesregierung nicht leicht herauszufinden. So müsse bei einer Weiterarbeit ohne Rentenantrag beispielsweise kein Beitrag zur Arbeitslosenversicherung mehr gezahlt werden. Wer als Rentner weiterarbeitet, muss zwar keine Beiträge zur Rentenkasse mehr zahlen - allerdings steigt das zu versteuernde Einkommen. Auch bei der Krankenversicherung gebe es Sonderregelungen.

Rein finanziell stelle sich derjenige voraussichtlich besser, der weiterarbeitet, ohne in Rente zu gehen, so das Fazit. Wer in Rente gehe und weiterarbeite, habe monatlich zwar mehr Geld. Falle die Arbeit weg, entfalle damit auch das zusätzliche Gehalt. An der Höhe der Rente ändere sich im Gegensatz zur Weiterarbeit ohne Rentenantrag aber nichts mehr.

Zum Infobrief