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Arbeitszeitreport Deutschland 2016

31.10.2016

Wer sich für Gleichberechtigung interessiert, sollte einen Blick in den neuen Arbeitszeitreport der BAuA werfen:

42 Prozent der Frauen arbeiten in Teilzeit, von den Männern nur sieben Prozent. Und die Frauen geben als Grund überwiegend persönliche oder familiäre Verpflichtungen an.

 

  • Arbeitszeit: Fast drei Viertel der Beschäftigten in Industrie und Handwerk arbeiten mehr als 40 Wochenstunden. Unabhängig von der Branche ist dies auch in größeren Betrieben mit 50 und mehr Beschäftigten der Fall.
  • Wunscharbeitszeit: Mit 42 Prozent wünschen sich überdurchschnittlich viele Männer eine Arbeitszeit zwischen 40 und 48 Wochenstunden. Frauen tendieren mit 43 Prozent eher zu 20 bis 35 Stunden.
  • Gesundheit: Ein Zusammenhang zwischen der Arbeitszeit und gesundheitlichen Beschwerden lässt sich erst bei längeren Arbeitszeiten erkennen. So klagen ab 48 Wochenstunden überdurchschnittlich viele Beschäftigte über Schlafstörungen, Müdigkeit und körperliche Erschöpfung. Ab 60 Stunden nehmen Rückenschmerzen deutlich zu.
  • Überstunden: Ähnlich wirken sich Überstunden aus. Dennoch beeinträchtigt ihre Zahl den Gesundheitszustand und die Zufriedenheit der Beschäftigte nur geringfügig. Die Work-Life-Balance leidet dagegen zunehmend mit den Überstunden.
  • Schichtarbeit: Ein Fünftel der Beschäftigten arbeiten in Schichten. Das volle Programm der Wechselschicht mit Nachtarbeit und Dauernacht leisten vor allem Beschäftigte in der Industrie und in Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern. Wie bei Überstunden geben auch Schichtarbeiter an, dass die Arbeitszeit vor allem ihre Work-Life-Balance beeinträchtigt.
  • Solo-Selbstständige arbeiten zu über drei Vierteln auch am Wochenende, und zwar überwiegend als Handwerker oder Dienstleister. Sie stehen besonders häufig unter Termin- oder Leistungsdruck.
  • Ständige Erreichbarkeit: 22 Prozent der Beschäftigten geben an, von ihnen werde erwartet, ständig erreichbar zu sein. Allerdings werden nur zwölf Prozent auch tatsächlich häufig privat kontaktiert.
  • Zufriedenheit: So richtig zufrieden ist ein großer Teil der Beschäftigten nicht mit der eigenen Arbeitszeit. Nur 38 Prozent der vollzeitig Arbeitenden möchten sie gern beibehalten, 55 Prozent würden sie lieber verkürzen. Bei der Teilzeit sieht es dagegen umgekehrt aus. Diese möchten zwar 47 Prozent gern beibehalten, aber 35 Prozent würden lieber länger arbeiten.

Für den „Arbeitszeitreport Deutschland 2016“ hat die BAuA rund 20.000 Beschäftigte befragt. Sie finden ihn unter www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/F2398.html

Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem Arbeitszeit- und Personalberater Jochen Riedel.

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