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Bargeld statt Urlaub

01.05.2017

Unter bestimmten Umständen haben Langzeiterkrankte einen Anspruch darauf, sich ihren Urlaub auszahlen zu lassen.

In dem jüngst vor dem Arbeitsgericht Bielefeld verhandelten Fall (Az.: 7 Ca 214/14) ging es um einen Mann, der 2013 und 2014 dauerhaft erkrankt war. Sein Arbeitsverhältnis endete am 31. Oktober 2014. Seinen Urlaub für die beiden Jahre wollte er sich auszahlen lassen. Das lehnte der Arbeitgeber ab. Daraufhin klagte der Mann – mit Erfolg.

Das Arbeitsgericht verurteilte seinen früheren Arbeitgeber zur Zahlung von rund 5.300 Euro brutto. Ist ein Arbeitnehmer durchgehend arbeitsunfähig erkrankt, so das Gericht, habe er Anspruch auf Abgeltung seines Urlaubs in bar. Der Urlaubsanspruch aus 2013 sei auch nicht verfallen, denn wenn er aufgrund einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit nicht genommen werden kann, verfalle er erst 15 Monate nach Ende des Urlaubsjahres. Daher bestehe ein Anspruch auf beide Jahre. Zum Nachweis reichten die Bescheinigung der Krankenkasse und die Aussage des behandelnden Arztes.

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