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Diensthandy: Klare Nutzungsregeln schützen vor Ärger

19.10.2015

Ein Diensthandy ist für jeden fünften Arbeitnehmer bereits Standard. Vorteilhaft ist, wenn eine Betriebsvereinbarung regelt, wie, wann und für welche Zwecke dieses Mobiltelefon genutzt werden kann. Gibt es keine generelle Vereinbarung empfiehlt der Leistungsservice der D.A.S. Rechtsschutz eine individuelle, schriftliche Regelung.

Ein Firmenhandy kann eine feine Sache sein - kann, muss es nicht. Gibt es keinerlei Regelungen für den Arbeitnehmer, was mit dem dienstlichen Mobiltelefon erlaubt ist und was nicht, könnte nämlich Ärger programmiert sein.

Regelt eine Betriebsvereinbarung klipp und klar, ob das Diensthandy privat benutzt werden darf und wie die Abrechnung der privaten Telefonate und Kurzmitteilungen erfolgt, sollten keine Fragen offen bleiben. Gibt es keine allgemeine Regelung, empfehlen Versicherungsjuristen den Beschäftigten, selbst mit dem Chef das Nutzungshandling des Handys zu klären. Diese Absprache ist unbedingt schriftlich zu fixieren. Ganz wichtig ist zudem, sich an die getroffenen Vereinbarungen zu halten.

Denn viele verschiedene Möglichkeiten sind denkbar. Im einfachsten Fall darf der Mitarbeiter das Diensthandy privat nutzen und der Arbeitgeber trägt sogar die Kosten für die privaten Gespräche. Es ist aber auch denkbar, dass das Gerät zwar privat genutzt werden darf, die eigenen Kosten aber auch selbst übernommen werden müssen. Spezielle SIM-Karten machen das möglich.

Ist der private Einsatz des Diensthandys untersagt, darf der Arbeitgeber die Aktivitäten dieses Geräts kontrollieren. Nicht zu befürchten steht, dass mit einem Diensttelefon die Tag- und Nacht-Erreichbarkeit eingeläutet wird - von einer vereinbarten Rufbereitschaft einmal abgesehen. Lediglich im Notfall darf der Besitzer des mobilen Geräts außerhalb der Arbeitszeit angeläutet werden.

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