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Praktikum: Keine Anrechnung auf die Probezeit für Azubis

08.02.2016

Die Dauer eines vorausgegangenen Praktikums ist nicht auf die Probezeit eines folgenden Berufsausbildungsverhältnisses anzurechnen. Auf Inhalt und Zielsetzung des Praktikums kommt es nicht an. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entscheiden (Urteil vom 9.11.2015, Az: 6 AZR 844/14). Die Richter begründeten ihre Entscheidung im Wesentlichen damit, dass eine Berufsausbildung nach § 20 S. 1 BBiG zwingend mit einer Probezeit von 1 bis zu 4 Monaten beginnt. In dem konkreten Fall versprach der Arbeitgeber dem Kläger die Aufnahme zur Ausbildung als Kaufmann im Einzelhandel. Zur Überbrückung schlossen die Parteien zunächst einen Praktikantenvertrag mit einer Laufzeit von viereinhalb Monaten ab. Nach einem gesonderten Berufsausbildungsvertrag begann anschließend die Ausbildung mit einer dreimonatigen Probezeit. Innerhalb der Probezeit kündigte der Arbeitgeber das Ausbildungsverhältnis. Der Kläger war der Ansicht, das Praktikum sei auf die Probezeit anzurechnen und die Kündigung somit unwirksam. Mit dieser Auffassung unterlag der Kläger aber vor dem BAG in letzter Instanz.

Praktische Personalarbeit für Unternehmer:

Das Neue Jahr hat nicht verheißungsvoll begonnen. Grund für eine Überarbeitung der zwei bedeutenden Themen der Personalarbeit:

  • Kann ich die Personaleinsatzplanung kundenorientiert und effektiver gestalten?
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