Aktuelle Medien aus der Personalwirtschaft

Für Ihre betriebliche Praxis in den Bereichen Arbeitszeitregelungen Personalorganisation, Personalverwaltung, Vergütungsregelungen mit den entsprechenden arbeitsrechtlichen Vorgaben.

Vorteile der befristeten Einstellung

27.02.2017

So können Sie beispielsweise von befristeten Arbeitsverträgen Gebrauch machen. Diese enden ohne Rücksicht auf möglichen Kündigungsschutz (etwa bei Schwangerschaft oder Schwerbehinderung) automatisch mit dem Ablauf der Befristung.

1. Wann Sie ohne Sachgrund befristen können

Eine sachgrundlose Befristung ist unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • Der Mitarbeiter war noch nie bei Ihnen beschäftigt oder ein früheres Arbeitsverhältnis zwischen Ihnen und dem Mitarbeiter liegt mehr als 3 Jahre zurück.
  • Die Befristungsdauer ist auf 2 Jahre begrenzt. Eine Verlängerung über diesen Zeitraum hinaus ist – ohne Vorliegen eines Sachgrundes – nicht erlaubt.
  • Innerhalb der 2-jährigen Befristung dürfen höchstens 3 Verlängerungen erfolgen.

2. Mit diesen Gründen dürfen Sie stets befristen

Außerdem ist die Befristung eines Arbeitsvertrags stets zulässig, wenn dafür ein rechtfertigender Grund vorliegt, § 14 Abs. 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz. Ein solcher Sachgrund für eine befristete Einstellung besteht, wenn Sie eine der folgenden Fragen mit „Ja“ beantworten können.

Frage

Ja 

Nein

Erfolgt die Befristung im Anschluss an eine Ausbildung oder ein Studium, um den Übergang in eine Anschlussbeschäftigung zu erleichtern?

Rechtfertigt die Eigenart der Arbeitsleistung die Befristung (z. B. Arbeitsverträge mit Künstlern)?

Erfolgt die Befristung zur Erprobung (für höchstens 6 Monate)?

Beruht die Befristung auf einem vom Arbeitsgericht vorgeschlagenen und protokollierten Vergleich?

Wünscht der Arbeitnehmer die Befristung aufgrund eigener freier Entscheidung (z. B. wegen geplanter Aufnahme eines Studiums oder Wegzugs)?

Erfolgt die Befristung zur Vertretung eines anderen Mitarbeiters (z. B. Vertretung bei Krankheit, Elternzeit) oder wegen eines vorübergehenden zusätzlichen Arbeitsanfalls?

Informieren Sie sich bei Ihrem Personalberater Jochen Riedel.

Zum Infobrief